Vorstellung vom Lynx Underquilt von Warbonnet

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Heute habe ich mal meine neue Errungenschaft abgelichtet, den Lynx Underquilt von Warbonnet. Es handelt sich um die Winter Version mit einem Temperaturbereich bis 0°F, was etwa -17°C enstpricht.

Zum Glück konnte ich den Lynx an meiner Matte auf dem letzten Treffen vom Hängemattenforum ausprobieren. Was ich bei dieser Gelegenheit hier noch mal unbedingt bewerben möchte. Durch seine Existenz ist schon sehr viel ins Rollen gekommen, auch mehrere Treffen auf denen man umfangreich Ausrüstung anschauen und ausprobieren konnte und können wird.

Das Ausprobieren von Equipment ist bei den hohen Anschaffungskosten so manchen Teils ein echter Gewinn. Wie eben beim Lynx mit seinen 285 Dollar plus Versand. Denn der Lnyx ist schließlich für die Ridgerunner konzipiert und diese ist kürzer und etwas anders ausgeformt als meine Bridge Hammock. Und es hat sich dann auch gezeigt, dass er zu kurz war. Trotzdem war die Passform prinzipiell die richtige und ich erkannte, dass ich ihm mit geringen Eingriffen schon beibringen würde zu passen! So war ich jedenfalls bereit den hohen, aber gerechtfertigten Anschaffunspreis zu zahlen.

der Lynx schmiegt sich perfekt an den Stoff an

der Lynx schmiegt sich perfekt an den Stoff an

Beim in die Hand nehmen fällt der angenehm weiche Stoff auf. Warbonnet spricht davon, dass es sich um ein wasserabweisendes 20D Ripstop Nylon handelt. Mit diesen Denier-Angaben kann ich nie etwas anfangen und es bleibt dann auch leider offen, welches Gewicht das Stöffchen hat. Aber das Gesamtgewicht des Quilts liegt bei 1lb. 7,5 oz was etwa 670g entspricht. Nachgewogen habe ich allerdings noch nicht. In den Kanälen befinden sich gut und gerne 420g Daunen, welche ebenfalls feuchtigkeitsabweisend behandelt sind. Angaben über die Herkunft der Daunen werden natürlich nicht gemacht, ist ja ohnehin nur eine europäische Eigenart. Ich mache mir natürlich keine Illusionen darüber, es könne sich bei den Daunen um welche aus Totrupf handeln :-/

Gut zu erkennen die Konturierung die dem in der Matte liegenden Körper entspricht

Gut zu erkennen die Konturierung die dem in der Matte liegenden Körper entspricht

Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität war mein Eindruck bei näherem Hinsehen ähnlich wie beim Superfly – ich würde sie als durchschnittlich bezeichnen. Es ist erkennbar, dass der Hersteller beim Fertigen auf Zeitoptimierung achtet. Da kann ich selbstverständlich nachvollziehen, zumindest so lange wie die Qualität nicht darunter leidet. Hier und da sieht man dann eben mal ein nicht abgeschnittene Fädchen, aber alles in allem bleibt der Eindruck von einem Ausrüstungsteil, auf das man sich verlassen kann.

Im Gegensatz zu den Underquilts für Gathered End Matten hat der Lynx keinerlei Verstellmöglichkeiten, er wird einfach angeclipst und fertig ist das Gehänge. Das (mir) sonst lästige Ersteinstellen von Underquilts entfällt hierbei völlig, er liegt sofort überall richtig an und damit sind Cold Spots nur noch eine wage Erinnerung.

Aus Dyneema gespleißter Softshackle als Verlängerung

Aus Dyneema gespleißter Softshackle als Verlängerung

Da er, wie erwähnt, zu kurz ist, musste ich jetzt nur noch schnell Verlängerungen anfertigen und konnte mich dann ohne weitere Umstände auch bei meiner Matte über das einfache Aufbauen erfreuen. Bei meinen fast 1.90 deckt er alles von den Füßen bis einschließlich der Schultern und Nacken ab. Der Kopf ist dann nicht mehr von unten isoliert, was mich jedoch nicht stört, da ich draussen ohnehin immer mit Mütze schlafen gehe…

Jetzt fehlt nur noch eine Gelegenheit den Quilt mal bei ordentlichen Minustemperaturen so richtg auf Herz und Nieren zu testen.

Details
Temperaturbereich: 0°F (~ -17°C)
Füllmenge Daunen: 14.75 oz (420 g)
Gesamtgewicht: 1 lb. 7.5 oz (670 g)
Stoff: 20D Nylon, DWR
Kaufpreis: $285
zusätzliche Kosten: ca. $35 Versand plus Einfuhrgebühren und Zoll $73 = $358
Gesamtpreis: 326 € (Stand: 25.12.2015)

Hängematten-Shop online!

So, lange hat’s gedauert – aber vor ein paar Wochen habe ich endlich den angekündigten Online-Shop eröffnet. Unter www.dendronaut-haengematten.de könnt ihr euch mal umsehen. Im Angebot ist eine Bridge-Hammock und ein Gathered-End Modell. Des Weiteren gibt es auch noch ein bisschen Zubehör, wie Snake Skins, Tarpleinen, usw. Und als Knallbonbon gibt es auch Dutchware-Gear! Titan-Importe aus den USA, endlich in Europa zu bekommen! Wenn ich das Zeug nicht selbst vertreiben würde, würde ich jetzt vor Freude durchdrehen! Whoooooo buddy!

Die Bridge-Hammock, genannt KOMA, gibt es mit und ohne Moskitonetz und in beiden Fällen als Double-Layer für die Aufnahme einer Isomatte. Als Stoff verwende ich super leichtes 1.0oz Ripstop-Nylon mit Diamantstruktur, was noch ein bisschen stabiler ist als herkömmliches Ripstop-Nylon mit Karos und sich wahnsinnig weich anfühlt! Die Standard-Stofffarbe ist ein schönes Braun und vermutlich werde ich demnächst auch ein Modell in Woodland-Camo anbieten. Die KOMA wiegt in Vollausstattung (m. Netz und Spreizen) deutlich unter einem Kilo. Ich habe im Lauf der Zeit den Schnitt weiterentwickelt, diese Bridge-Hammock ist gnadenlos bequem geworden! Die Gathered-End Matte besteht zur Zeit aus einer Stoffschicht und kommt nur ohne Moskitonetz. Ich arbeite aber an einem modularen Netz, was man, je nach Jahreszeit, zu Hause lassen oder mitnehmen kann.

Also, ich würde mich freuen wenn Ihr mal einen Blick reinwerfen würdet! Hier noch mal der Link:
www.dendronaut-haengematten.de

Neues Hängematten-Forum!

Yes, endlich ist es so weit!
Seid ein paar Wochen gibt es das erste deutschsprachige Forum für alle Themen rund um Hängematten. Endlich ist ein direkter Austausch mit Gleichgesinnten möglich, Treffen werden organisiert, Fragen gestellt und beantwortet.

Das Forum ist schon recht schnell angewachsen, doch zur Zeit herrscht noch eine einzigartige Pionier-Stimmung! Also noch jetzt vorbeischauen und anmelden!!

www.haengemattenforum.de
hf-logo

Whoopie Slings selbstgebaut

Hier mal eine Anleitung für Whoopie Slings:

Benötigt wird:

  • Dyneemaschnur (2,5 oder 3mm), ca. 2x 380cm
  • Scharfes! Messer und Unterlage
  • Maßband, Zollstock
  • Blumendraht, ein paar Mal zusammengezwirbelt
  • Stift oder stumpfe Nadel zum markieren
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Messhilfe, Stift, scharfes Messer und Schneidunterlage – mehr braucht es nicht

Bemerkungen:

Die Länge der Schnur müsst ihr natürlich an eure eigene Bedürfnisse anpassen. Ich habe bisher immer 380cm pro Whoopie genommen, was eine Aufhängungslänge pro Seite von max=185cm und min= 60cm ergibt.
Das stehende Ende der Whoopie Sling hat bei mir immer ein Auge, was sich aufschieben lässt um es zum Beispiel über Diamantknoten zu legen unter dem es sich dann zuzieht. Trotzdem funktioniert das ganze auch wie eine festes Auge oder als Schlinge. Ihr könnt natürlich auch den Schritt einfach überspringen, solltet ihr diese Option nicht benötigen.
Die Maße habe ich aus verschieden Anleitungen übernommen und aus dem zöllischen Maßsystem übertragen. Die Werte sollten nicht als Gesetz verstanden werden. Für mich haben sie sich aber bewährt. Ich weiß aber auch, dass Leute mit anderen Maße gut zurande kommen.

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Aufbau der Whoopie Sling

1. Zuschnitt und Vorbereitung
Nach dem Ablängen auf 380cm werden beide Enden auf ca. 3-4cm ausgedünnt, um sie später einfacher durchziehen zu können. Dazu wird ungefähr jedes zweite Faserbündel herausgezogen, entweder mit der Messerspitze oder einer stumpfen Nadel. Das Ende mit den herausstehenden Fasern legt ihr flach auf die Schneidunterlage und schneidet die Fasern mit dem Messer knapp an der Schnur ab. Ne Schere könnt ihr getrost vergessen, die Dyneemafasern lassen sich damit nicht schneiden.

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Mit einem verjüngtes Ende geht’s viel leichter

2. Festes Ende mit Brummell Lock Spleiß
Jetzt geht es auch schon mit den ersten Spleißarbeiten los: Von einem Ende aus werden 23cm auf der Schnur markiert. An dieser Stelle zieht ihr das lange Ende mit Hilfe des Blumendrahtes durch. Dazu stecht ihr mit der verdrehten, stumpfen Seite des Drahtes genau zwischen den Faserbündeln hindurch. Achtet darauf, dass ihr dabei keine Faser verletzt. Durchgekommen, klemmt ihr das ausgedünnte Ende des kurzen Schnurteils in den Draht ein und zieht ihn mit diesem Ende rückwärts wieder heraus. Spätestens jetzt macht sich ein schlecht durchgeführter Draht durch reißende Fasern bemerkbar. Das Ende wird so weit hindurch gezogen, das ein kleines Auge entsteht, was ungefähr dem Durchmesser der Schnur entspricht um die es später festgezogen herumliegt.

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Und schön zwischen den Faserbündeln hindurch…

...damit keine Faser verletzt wird

…damit keine Faser verletzt wird

Schon ist das Auge fertig. Schnell noch die Markierung für den Brummel Lock...

Schon ist das Auge fertig. Schnell noch die Markierung für den Brummel Lock…

Der später aufzuschiebende Teil benötigt einen Weg von ca. 6,5cm. An dieser Stelle macht ihr jetzt einen Brummell Lock Spleiß. Dabei wird die Dyneema wechselseitig durch sich selbst gezogen was so ein Aufgehen verhindert:
Diese besagte Stelle markiert Ihr nun 6,5cm hinter dem kleinen Auge auf dem langen Schnurteil. Hier zieht ihr das kurze Ende der Schnur, wie weiter oben beschrieben, mit dem Draht durch. Hinter dieser Austrittsstelle markiert ihr diesmal auf dem kurzen Schnurteil eine Stelle, durch die das lange Ende gezogen wird. Dann schiebt oder zieht ihr beide Teile zusammen.

...und durch mit dem kurzen Ende.

…und durch mit dem kurzen Ende.

So sieht's dann aus.

So sieht’s dann aus.

Jetzt das lange Ende durch das kurze...

Jetzt das lange Ende durch das kurze…

...zusammenziehen...

…zusammenziehen…

Nun muss nur noch der „Schwanz“ in dem lange Ende versteckt werden:
Dafür zieht ihr mit dem Draht einfach den kurzen Schnurrest in das langen Teil hinein. Peilt dazu die Stelle an, an der der Rest enden würde und schlagt noch mindestens 1/3 der Länge drauf, bevor ihr einstecht. Denn die äußere Schnur, also der Mantel, wird sich verkürzen, sobald eine Schnur durch sie hindurch gezogen ist. Wenn ihr zu nah einstecht, wird es passieren, dass die Fransen des Rests nach dem Zurückmelken aus dem langen Ende hinaus schauen. Wenn ihr das fransige Ende zunächst ein Stück heraus zieht, könnt ihr daran sehr bequem beide Schnurteile am Brummell Spleiß gegeneinander ziehen. Dann „melkt“ ihr die äußere Schnur zurück, auf dass der „Schwanz“ in dem Mantel verschwindet. Ende an diesem Ende.

...das kurze Ende in den langen Teil ziehen und zurückmelken - feddich mit Ende Nr.1. Jetzt noch die Schlinge...

…das kurze Ende im langen Teil ziehen und zurückmelken – feddich mit Ende Nr.1. Jetzt noch die Schlinge…

3. Verstellbares Ende (Schlaufe)
Nun müsst ihr nur noch das lange Ende durch sich selbst hindurch ziehen und sein Ende mir einem Rückspleiß versehen. Ihr stecht unmittelbar hinter dem versteckten Ende des fertigen Teils mit dem Draht ein und kommt 27cm später aus dem langen Schnurteil wieder heraus (vorher markieren). In den Draht wird das ausgedünnte Ende des langen Teils eingeklemmt und durch den ganzen Kanal durchgezogen. Zieht den Draht ganz raus, trennt das Seil und zieht etwas weiter. Jetzt ist eine Schlinge entstanden und ihr habt nun die Whoopie Sling fast fertig! Manch Schlaue fädeln vor dem Durchziehen noch eine Perle auf, dadurch kann man die Schlinge nicht versehentlich in den Kanal ziehen. Jetzt schnell noch der Rückspleiß, das wars. Dazu wird das fransige Ende einfach in sich selbst hineingezogen. Das so verdickte Ende verhindert ein Zurückrutschen in den Kanal und franst nicht aus.

Langes Ende über fast 30cm durch sich selbst hindurchziehen...

Langes Ende über fast 30cm durch sich selbst hindurchziehen…

...schon haben wir die Schlinge!

…schon haben wir die Schlinge!

Schnell noch den Rückspleiß am freien Ende.

Schnell noch den Rückspleiß am freien Ende.

Ta-da! Ne astreine Whoopie Sling!

Ta-da! Ne astreine Whoopie Sling!

Verschiedene Möglichkeiten das feste Auge zu nutzen:

Über einen Diamatknoten gelegt, zieht sich das Auge unter Zug schön fest

Über einen Diamantknoten gelegt, zieht sich das Auge unter Zug schön fest.

Lässt sich natürlich auch mit einem Karabiner benutzten.

Lässt sich natürlich auch mit einem Karabiner benutzten.

Oder als Schlinge über das geraffte Ende von einer Gathered End Hängematte gezogen.

Oder als Schlinge über das geraffte Ende von einer Gathered End Hängematte gezogen.

Jetzt noch mal in Kurzfassung:

  1. Ablängen und Ausdünnen
  2. Auge mit Brummell Lock Spleiß. Erst kurz durch lang fürs Auge, dann wieder kurz durch lang, dahinter dann lang durch kurz. Festziehen, Ende durchziehen, Äußere Schnur zurückmelken.
  3. Schlinge machen. Hinter dem Schnurrest vom Brummell Lock Spleiß den langen Schnurteil für die Schlinge auf 27cm durchziehen. Dann Rückspleiß – fertig.

Ende.

Was ist denn hier los?

Trotzdem ich meine unmittelbare Umgebung immer wieder mit dem ganzen Hängematten Quatsch belaste oder jeden, der sich in meine Nähe verirrt zum unfreiwilligen Probeliegen nötige, habe ich seit längerer Zeit das Vergnügen für Freunde und Bekannte Hängematten zusammenzuzimmern. Während diese sich über das freuen, was sie zum Schluss in ihren Händen halten, bedeutet für mich jedes Projekt – neben dem Spaßfaktor – immer ein Verbessern von Arbeitsroutinen und Ergebnissen.

In den letzten Monaten häufen sich bei mir die Anfragen nach genähten Hängematten über den Blog oder über’s Forum auch von Menschen außerhalb meines Freundeskreises. Das ist eine unerwartete, aber spannende Entwicklung. Seit dem denke ich darüber nach, ob ich die Produkte meiner Arbeit an der Nähmaschine nun offiziell anbieten soll.

Ist es jetzt unverschämt das hier im Blog anzukündigen?

Gute Frage, schließlich lag und liegt es mir im Sinn diese Seiten für unkommerzielle Zwecke bereitzustellen und zu nutzen. Auf der anderen Seite ergibt sich aber auf diesem Wege für alle Mitleser endlich die Möglichkeit sich eine Hängematte anzuschaffen, die es ohne Weiteres so nicht auf dem deutschen, bzw. europäischen Markt zu kaufen gibt.
Das wird natürlich in erster Linie die Leute ansprechen, die sich nicht an diese teils recht umfangreichen Nähprojekte heranwagen wollen oder können. Und die Outdoor-Schmiede, Gear-Drechsler und Hardware-Hasadeure unter uns werden auch weiterhin zu Nadel und Faden greifen.

Was möchte ich denn genau anbieten?

Ich werde mich vor allem auf Bridge Hammocks konzentrieren, nähe aber auch gerne die super leichten Hängematten klassischer Bauart (Gathered End). Kleinkram wie Aufhängungssysteme, bestehend aus Whoopies und Gurten sind auch mit dabei.
Folgen werden eventuell daunengefüllte Under Quilts für die Bridge Hammock und ein seperates Moskitonetz für die Gathered End Hängematten.
Wahrscheinlich werde ich ein Verleihmodell zur Anschauung und zum Probeliegen zur Verfügung stellen. Könnte mir vorstellen, dass einige von Euch so was begrüßen, eine Bridge Hammock ist nicht ganz billig und man möchte das Geld gut investiert wissen. Gut wäre auch die Möglichkeit sich eine Matte bei mir vor Ort in Kölle anzuschauen und Probe zu liegen.

Und wie möchte ich anbieten?

Nun, jetzt wisst Ihr ja davon und könnt mich ab sofort einfach per mail kontaktieren oder stellt hier Eure Fragen. Ich bin allerdings dabei einen Online-Laden aufzubauen, in dem soll es dann mehr Infos geben und alles übersichtlicher werden. Bei Fertigstellung gebe ich noch mal hier Bescheid. Ich habe aber nicht vor den Blog als Plattform für den Shop zu nutzen, seinen jetzigen Charakter möchte ich gerne erhalten.

Was gilt, oder der kleine Codex:

  • Hohe Qualität bei der Arbeit und bei der Materialwahl ist Selbstverständnis, das Zeug soll ja verlässlich sein. Ich schlafe ja auch darin.
  • Der ganze Kladderadatsch wird immer mit viel Schweiß und Herzblut zusammen genäht.
  • Kurzer Draht zu Euch, funktionierende Kommunikation und Transparenz
  • Für Eure Ideen und für individuelle Lösungen bin ich offen
  • So fern mir bekannt ist wo die verwendeten Materialien hergestellt worden sind, werde ich das auch erwähnen.

Abschließend

würde mich Eure Meinung dazu dem ganzen Vorhaben interessieren. Freue mich über Kommentare und Diskussionen.

Bridge Hammock mit Moskitonetz – Teil1


Habe begonnen für eine Freundin eine Bridge Hammock zu bauen (Die Fotos zeigen noch das Vorgänger-Modell). Da sie eine Iso-Matte verwenden wird, besteht die Hängematte aus einer doppelten Lage Stoffschichten. Verwendet wird Argon Ripstop Nylon, ca. 53g/m2. Erscheint ein bisschen „heavy-duty“, ist aber dem Farbwunsch und der Stoffverfügbarkeit geschuldet. Eigentlich würde ich für eine Hängematte mit Einschub für Iso-Matten leichteres Ripstop-Nylon mit um die 35g/m2 nehmen. In diesem Fall wird es sich um ein Mehrgewicht von 50-70g drehen…

Unterschied zum Vorgänger ist die etwas kürzere Gesamtlänge, eine großzügigere Stoffbreite am Kopfende und die Verbindung der Kopf- und Fußteile zur Liegefläche und den seitlichen, eingewickelten Gurten. Details, die zunächst nicht sonderlich bedeutend erscheinen. Ich hoffe jedoch, dass dadurch der Liegekomfort und die Qualität der Gesamterscheinung verbessert wird – ich glaube fest daran! :-P

Update 26.02.2015
Vorweg: dummer Weise habe ich kein Gesamtfoto der Hängematte im fertigen Zustand gemacht. Aber sie unterscheidet sich von der oben abgebildeten Matte nur in Details, die auf den Slideshow-Fotos kaum zusehen sind. Während des „Schneiderns“ habe ich nur sehr wenige Fotos machen können, die Arbeit war anstrengender als ich dachte. Ich habe aber in den Nachzustandsfotos versucht einige Details festzuhalten und versuche noch das ein oder andere zu beschreiben.

Den ersten Eigenbau einer Bridge Hammock habe ich nach einer Schritt-für-Schritt Anleitung von GrizzlyAdams/Prof. Hammock (The Making Of A GrizzBridge) genäht. Das Grundprinzip habe ich beibehalten, verändert sind die Breite der Spreizen, der Anschluss der Endstücke und andere kleinere Details. Weitere Inspiration (Seitentaschen und Staufach vom Moskitonetz) habe ich mir von der Ridgerunner von WarbonnetOutdoors und über das Hammockforum geholt.

GrizzlyAdams verwendet Spreizen mit einer Breite um die 80 und 65cm. Ich habe bisher gut in der GrizzBridge geschlafen, mir dann aber überlegt, in wie weit der Komfort durch ein breiteres Kopfstück verbessert werden könnte. Die Entscheidung eine Spreizenbreite am Kopfende vom 100cm und am Fußstück 65cm zu nehmen, war letztendlich durch die Tarpstange bestimmt, die ich für die Spreizen verwende. Sie lässt sich eben in ein 100cm und in ein 65cm Stück zerlegen – Perfekt!

Abb.01 Triangelaufhängung am Fußende

Abb.01 Triangelaufhängung am Fußende

Durch die 1m Breite liegt man höher als in der Matte von GrizzlyAdams was einem eine bessere Rundumsicht, ein noch bequemeres Liegen und einen einfacheren Einstieg beschert. Allerdings ist man durch das breite Kopfende ein bisschen eingeschränkter beim Abspannen eines kleineren Tarps. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Gesamtlänge der Matte zu nimmt, da die Seitenlängen der Triangel (das gleichschenklige Schnurdreieck zwischen Spreizen und Aufhängung) am Kopfende größer wird. Hintergrund: Die Seitenlänge der Triangelaufhängung nimmt gemäß der Verhältnisregel mit der Breite der Spreize zu. Durch Experimente und Berechnungen sind Mitglieder (TeeDee) im Hammockforum davon überzeugt, dass ein Verhältnis der Seitenlänge zu Spreizenbreite mit 1:1 sinnvoll ist. Wird die Seitenlänge der Schenkel verkürzt, desto mehr Kraft wirkt auf die Längsachse der Spreizen ein. Manche verwenden für die Triangel auch 85% der Spreizenlänge und scheinen zufrieden zu sein. Bei meinen 100kg bleibe ich aber lieber bei 1:1 ;-) und für den Komfort nehme ich gerne kleinere Nachteile in Kauf – there ain’t no free lunch. Ach ja, außerdem wird die Matte kippliger, je kürzer die Triangelschnüre werden…

Teil 1: Bau des Grundkörpers

Abb.02 Zuschnittmaße für das Stoffbett und für das Kopf- und Fußteil.

Abb.02 Zuschnittmaße für das Stoffbett und für das Kopf- und Fußteil.

Stoffbett
Zunächst wird der Stoff für den Mattenkörper auf Länge geschnitten. Nach einer Faltung des Stoffs über die Längsachse werden die Markierungen für die (halbe, da gefaltete) Stoffbreite an Kopf- und Fußende angezeichnet und daran die Parabelschablone angelegt. Nach dem Festpinnen der Schablone wird an ihr entlang geschnitten. Aus der Parabeltiefe von 15cm ergibt sich im fertigen Zustand eine akzeptable Gesamtbreite an der schmalsten Stelle von ca. 76 cm. Der Clou der Längsfaltung ist übrigens, dass man mit einem Schnitt beide Kanten des Stoffes auf einmal und völlig symmetrisch schneiden kann. Das Ganze wird noch für die untere, bzw. äußere Stoffschicht wiederholt. Diese wird ca. 2cm breiter als die innere geschnitten um später besser das Volumen einer Iso-Matte aufzunehmen. Die Abschnitte werden nachher noch für die Endkappen und das Staufach benötigt.

Abb.03 Die Parabelform habe ich mit QCad, einem freien CAD-Programm, erzeugt. Die Koordinaten habe ich  auf ein großes Stück Packpapier in 1:1 übertragen, verbunden und ausgeschnitten. Übrigens wird diese Schablone auch für das Moskitonetz benötigt

Abb.03 Die Parabelform habe ich mit QCad, einem freien CAD-Programm, erzeugt. Die Koordinaten habe ich auf ein großes Stück Packpapier in 1:1 übertragen und ausgeschnitten. Übrigens wird diese Schablone wird auch für das Moskitonetz benötigt

Im Anschluß werden alle 4 Kopfkanten gesäumt und die beiden Stoffschichten an den Längskanten miteinnander vernäht, so wird es leichter bei den Gurten. Diese werden auf der späteren Innenseite bündig mit den Außenlängskanten angelegt und mit geradem Stich am Stoff fixiert. Die Gurte müssen etwa 1 cm an den Enden von der gesäumten Stoffkante zurückspringen, denn an dieser Kante wird später die Endkappe angenäht. Nun wird der Stoff zusammen mit den Gurten zweimal so stramm wie möglich nach innen umgelegt und festgepinnt und zweimal mit einem geraden Stich vernäht. Zuerst an der innen liegenden und dann an der außen liegenden Kante.

Endkappen
Als nächstes darf man sich den Endkappen widmen. Hier möchte ich auf jeden Fall auf ein Video von Prof. Hammock verweisen, denn ohne visuelle Unterstützung ist das Ganze wirklich nur sehr schwer zu erklären. Im Wesentlichen geht es darum, mit einem ausgefuchsten Trick ein 3-dimensionales Gebilde aus einem Stofflappen herzustellen. Das Youtube-Video könnt ihr hier finden (wie immer in Englisch).

Abb.04 Untere Kante ist auf die Markierung geklappt und die Nahtlinie ist angezeichnet (alte Aufnahme, daher kein Saum an Stoffkanten).

Abb.04 Untere Kante ist auf die Markierung geklappt und die Nahtlinie ist angezeichnet (alte Aufnahme, daher kein Saum an Stoffkanten).

Die Zuschnittsbreite des Stoffes für eine Endkappe ist gleich der Breite des entsprechenden Endes vom Stoffbett. Die Zuschnittshöhe setzt sich aus der späteren tatsächlichen Höhe plus der Tiefe der eingenähten Endkappe zusammen. Die Kappen benötigen zusätzlich Tiefe, da im aufgehängten Zustand die Zugkraft nur über die äußeren Kanten mit den eingenähten Gurten gelenkt wird. Dadurch ist das Stoffbett der Matte weniger gespannt und springt etwas zurück. Die Endkappen würden nach dem Einnähen ohne zuätzliche Tiefe also nicht senkrecht, sondern schräg nach innen „fallen“ und die Netto-Länge der Matte verkürzen. Die Tiefe habe ich mit 3-4cm aufgeschlagen. Nach dem Zuschnitt, den man aus den Stoffresten des Grundkörpers machen kann, wird eine der langen Kante gesäumt. Diese Kante wird später mit der inneren Stoffschicht vernäht und die ungesäumte Kante wird später mit Schrägband versäubert, sie verläuft nachher parallel zu den Spreizen. An dieser Kante werden nun Markierungen in Spreizenbreite angezeichnet (wir wissen ja, dass der Zuschnitt breiter als die Spreizen ist). Dann werden die Ecken der gesäumten Kante auf die Markierungen gefaltet und festgepinnt. Nun muss man wie im Video zu sehen ist überflüssigen Stoff irgendwie loswerden. Dazu wird entlang eines Markierungsstriches von einer bestimmten Länge eine gerade Naht gezogen (vgl. Abb.04) und der aussen davon liegende Stoff sehr knapp abgeschnitten. Das Ganze wird dann auf links gezogen und nochmals vernäht, so dass die erste Naht in der zweiten eingeschlossen ist. Damit ist die Endkappe eigentlich schon fertig.

Die Endkappen sind in Form gebracht. Nach einigen Probestücken habe ich endlich zufriedenstellende Dimensionen gefunden

Die Endkappen sind in Form gebracht. Nach einigen Probestücken habe ich endlich zufriedenstellende Dimensionen gefunden

Annähen der Endkappen
Dazu werden die gesäumten Kanten von Endkappe und Stoffbettkante vernäht. Beide Säume werden übereinander gelegt (Endkappe auf innerer Stoffschicht) und mit Nadeln festgesteckt. Um eventuelle Ungenauigkeiten in der Länge gleichmäßig zu verteilen, markiere ich auf beiden Stoffen die Mitte und lege die Markierungen deckend übereinander und pinne dann von der Mitte aus den Stoff fest. An den Enden muss die Saumkante der Endkappe unter die Saumkante vom Stoffbett eingeschoben werden, bevor alles mit zwei parallelen Stichen vernäht wird.
Um einen schönen Übergang an den Ecken zu bekommen, verwende ich 40mm Schrägband. Dieses beginnt auf beiden Längskanten der Seiten ca. 5cm vor der Ecke und verläuft über die gesamte Oberkante der Endkappe.

Abb.07 Gurtschlaufen sind angenäht (Foto zeigt einen späteren Zustand)

Abb.07 Gurtschlaufen sind angenäht (Foto zeigt einen späteren Zustand)

Gurtschlaufen für Aufhängung
Vier 40cm lange Gurtstücke werden mit 4 oder 5 Zick-Zack Stichen an die Längskanten genäht. Die Schlaufen sollten ca. 2cm lang sein, damit die Verbinder mit den Diamantknoten für das Triangelsystem angebracht werden können.

Nächster Teil: Triangel und Moskitonetz

[whohit]-Bridge-[/whohit]

Kurztrip: mit der Hängematte im verschneiten Wald


Hier ein kleiner Erfahrungsbericht plus Video über einen kurzen Trip mit Hängematte bei Minusgraden.

Um endlich mal bei Schnee und tieferen Temperaturen in der Hängematte im Freien zu übernachten sind wir zu zweit für eine Nacht in das bergische Land gezogen. Glücklicherweise lag kurz vor Silvester recht viel Schnee, damit haben wir nicht gerechnet. Und Nachts kam weiterer herunter. Tiefsttemperatur: -5°C
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Für mich war die Tour vor allem gedacht um den neuen Daunen Underquilt (Eigenbau) zu testet. Diesmal einer in voller Länge, der erste war max. 2/3 und mir damit zu kurz. Die Daunenfüllmenge war für den einstelligen Minusbereich ausgerechnet. Zur Sicherheit habe ich noch einen Underquilt mitgenommen, den ich mir mal für die Klassische Hängemattenfrom gekauft habe. Funktioniert auch, aber nur eingeschränkt unter der Bridge Hammock. Jedenfalls habe ich diesen auch druntergehängt, als Backup. So war alles tacko. Zussätzlich habe ich noch eine Literpulle mit heissem Wasser in den Schlafsack gelegt, rückblickend unverzichtbar. Tiefste Temperatur lag bei -5°C (gemessen). Nachts fing es wieder an zu schneien, habe es sehr genossen wie die Flocken auf das Tarp rieselten. Als es dann etwas auffrischte, war ich froh, dass das Tarp (das Warbonnet Superfly) eingebaute „Türen“ an beiden Enden hat. So konnte ich vorne und hinten dicht machen.
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Nach fast 10 Stunden Schlaf (mit Unterbrechungen), habe ich mich nach dem ersten Kaffee gegen 7.00 Uhr wieder hingelegt, der Kumpel wollte einfach nicht aufstehen. Er hatte wohl etwas Schlaf nachzuholen, denn er hatte nachts ja seine Spreize am Kopfende seiner Bridge Hammock zerstört und so musste er nächtliche Reparaturmaßnahmen durchführen. Tja, man sollte sich eben nicht an den Spreader Bars hochziehen, Scherkräfte vertragen diese unter Belastung einfach nicht. Beim Brechen gab es übrigens einen so lauten Knall, ich dachte mich haut’s aus der Matte. Na ja, tatsächlich wurde in der näheren Umgebung gejagd.
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Habe mich dann nach dem 2. Kaffee wieder hingelegt und die traumhaft eingeschneite Waldlandschaft angeschaut. Bin dann noch bis kurz vor 10.00 Uhr liegen geblieben und zwischendurch immer mal wieder eingeschlummert, es war einach zu bequem.

Über diesen, ich nenn es mal Ausflug, gibt ein kleines Video. Nichts spektakuläres, ist eher als Appetizer zu verstehen. Versuche beim nächsten Mal mehr von der Ausrüstung und dem Aufbau einzufangen.

Unser Kram bestand im Wesentlichen aus Folgendem:

Setup 1
Tarp: von DD, 3x3m
Hängematte: Bridge Hammock, Eigenbau
Isolierung unten: Thermarest TT Trail Pro
Isolierung oben: 2 gekoppelte Schlafsäcke, zusammen bis min. -6°C
Kocher: Spiritusbrenner, Eigenbau

Setup 2
Tarp: Warbonnet Superfly
Hängematte: Bridge Hammock, Eigenbau
Isolierung unten: 2 Daunen Underquilts. 1x HammockGear Incubator 40° und 1x Eigenbau
Isolierung oben: Exped Waterbloc -6°C
Kocher: Fancee Feest Stove, UL-Spiritusbrenner

Demnächst gibt es noch ein Video zum Fancee Feest Stove.
[whohit]snowy_woods[/whohit]

Superfly Tarp von WarbonnetOutdoors

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Nach langer Überlegung habe ich mir das Superfly Tarp von WarbonnetOutdoors angeschafft, denn der Winter naht.

Nach Bestellung auf der Firmen-Webseite hat es ca. 2 Wochen gedauert bis Warbonnet das Tarp als versendet deklariert hat. 1,5 Wochen später hatte ich das Tarp dann vor mir liegen. Wie angekündigt, kam nur das nackte Tarp mit dem Packsack. Beides erscheint gut verarbeitet. Ok, an einigen wenigen Stellen sieht man etwas eilig abgeschnittene Fäden, aber das trübt die insgesamt solide und durchdachte Arbeit nicht. Das Tarp ist übrigens in den USA produziert.

Links das DD-Tarp, rechts das wesentlich kleinere Superfly

Links das DD-Tarp, rechts das wesentlich kleinere Superfly


Bisher habe ich ein 3x3m DD-Tarp genutzt, das wandert jetzt erstmal in den Schrank. Im Verhältnis zur Fläche ist es schwer und voluminös wenn es verpackt ist. Das liegt natürlich am Material: Polyester. Stärke weiß ich leider nicht genau. Gesamtgewicht ohne Schnüre und Heringe ungefähr 840g. Das Superfly ist aus silikonisiertem 1.1 Ripstop Nylon (1.1 ounce/square yard = etwa 37,3g/m²) genäht und wiegt nackt ca. 612g. Das ist doch schon mal was.

Die Konstruktion
Vielversprechend auch das Format: Die Ridgelinelänge liegt bei 11 Fuß = 335cm und ist damit gute 30cm länger als das DD. Die Grundfläche ist nicht rechtwinklig und gerade geschnitten, sondern zwischen den Abspannpunkten verlaufen die Kanten mit einen leichten parabelförmigen Einschnitt. Dadurch lässt sich das Tarp straffer abspannen. Das gesamte Format ist für die Bridge Hammock ein echter Zugewinn.
Schön ist die Lösung an der Ridgeline (Tarp-First): Warbonnet vernäht die beiden Seitenhälften nicht klassisch mit einer Kappnaht sondern einfach platt miteinander und setzt über diese Naht noch ein Ripsband. Dadurch entfällt das ansonsten bei SilNylon unabdingbare Nachversiegeln der Naht da so kein Wasser mehr eindringen kann – genial! Alle Punkte die abgespannt werden können, sind minimalistisch aber auf effiktive Weise verstärkt.

Die Verwandschaft zum Mamajamba, der kleineren, türlosen Schwester, hier gut zu erkennen.

Die Verwandschaft zum Mamajamba, der kleineren, türlosen Schwester, hier gut zu erkennen.


Dann kommen die „Türen“. Sind sie geschlossen, hat man schon fast eine Art Zelt. Wahlweise lassen sie sich, je nach Wetterlage, natürlich auch ganz oder Teilweise öffnen.
Mit geschlossenen Türen ist dürfte man vor jeglichen Widrigkeiten geschützt sein

Mit geschlossenen Türen ist dürfte man vor jeglichen Widrigkeiten geschützt sein


Wenn die Dame oder der Herr in der Hängematte liegend ihren morgentlichen Kaffee genießen, sollte ihnen dabei unbedingt auch der Blick über ihre Ländereien gewährt sein

Wenn die Dame oder der Herr in der Hängematte liegend ihren morgentlichen Kaffee genießen, sollte ihnen dabei unbedingt auch der Blick über ihre bescheidenen Ländereien gewährt werden.


Der Knaller sind auch die Pullouts, die in der Fläche angebrachten vier Schlaufen. Damit lässt sich der Innenraum deutlich vergrößern und die Fläche wird bei stärkerem Seitenwind weniger eingedrückt. Für die Bridge Hammock auch von Vorteil, da ich das Tarp steiler abspannen kann, ohne dass die Spreizen den Stoff beschädigen könnten. Bei dem DD-Tarp war mir das bisher immer egal, wahrscheinlich auf Grund des niedrigen Anschaffunspreises und des robuster erscheinenden Polysters. So ist das eben mit der leichten = teuren Ausrüstung.
Möchte man das als Nachteil bewerten, dann bitte hier gleich noch einer: Durch das Nylon wird sich das Tarp bei Regen dehnen udn muss nachgespannt werden. Hat mich bei meinem chinoisen Zelt einer Schweizer Firma aus gleichem Mateial tierisch genervt. War unwissend und wurde schlecht beraten und vom Verkäufer (blinder und tauber Freak) zu einem SilNylon-Modell überedet worden. Im Nachhinein totaler Unsinn, was meine Bedürfnisse angeht. Das vom Kondens innen nasse Aussenzelt hing jeden Morgen auf dem Innenzelt. Beim Tarp wird das natürlich nicht passieren, trotzdem werde ich selbstpannende Abspannleinen nachrüsten.

Für die kleine Fotoserie habe ich natürlich geplant die Hängematte mit aufzubauen. Umnächtigt wie ich war, habe ich allerdings die obligatorischen Spreizen für die Hängematte vergessen, konnte die selbe nicht aufbauen und habe fluchend 20km von zu Hause im Gestrüpp gestanden. Daher hier und jetzt nur das Tarp. Demnächst werde ich aber beides noch mal im Realeinsatz fotografisch festhalten und die Bilder nachliefern. Was ich hier festgehalten habe, sind übrigens nur die ersten Gehversuche. Habe das Tarp vorher noch nie aufgebaut, daher hängt es hier und da noch ein wenig schlapp herum.
[whohit]Superfly[/whohit]

DIY

Die Anschaffung von outdoortauglichen Hängemattensystemen ist in Deutschland auf kommerziellem Wege aufgrund fehlender Angebote nahezu unmöglich, man wird in den meisten Fällen um einen Einkauf in den USA nicht herumkommen. Die Ausrüstung wird dort vor allem von kleineren Garagenfirmen (Cottage Manufacturer) hergestellt, die häufig aus ein oder wenigen Mitarbeitern bestehen. Die Firmengründer entspringen meisten der großen Hängematten-Community (vertreten durch hammockforums.net). Die Ausrüstung ist von hoher Qualität und wird häufig auf Zuruf produziert (=Wartezeiten).

Internationale Bestellungen über das Internet lassen sich natürlich ohne größere Hürden durchführen. Doch Nachteile können sich in Versandkosten, Einfuhrsteuer, Zollgebühren, zeitraubenden Zollabwicklungen und Reklamationsfällen verstecken. Letztere sind besonders ärgerlich, da man außerhalb der USA kaum in den Genuß von der ausgeprägten Kulanz und der guten Kundenbetreuung der Ausrüstungs-Hersteller kommen wird, die diesen nachgesagt wird.

Dagegen kann das Selberbauen der eigenen Ausrüstung eine echte Alternative sein. Es gibt für fast alles umfangreiche und hervoragende Howtos im Netz, vieles lässt sich ohne Spezialwerkzeuge in der eigenen Wohnung herstellen. Spaß am Selbermachen erleichtert den Einstieg, doch auch ohne größere Erfahrungen sollte man der Sache ein Chance geben.

Bei mir hat sich das Selberbauen aus dem oben genannten Zwangsumstand entwickelt und ist mehr und mehr zur Leidenschaft geworden. Jedes Projekt vergrößert die Erfahrung und Routine, die Ergebnisse verbesseren sich (manchmal) und die Vorhaben werden anspruchsvoller.

Die Vorfreude auf der nächsten Tour in seinem selbstgebauten Bett zu schlafen, sein Essen mit dem neuen Kocher zu zubereiten, ist der eigentliche Motor.

DIY-Wunschliste:
– Top Quilt
– Wintertarp
Grizz Beaks
– Under Quilt Schutz/Rucksack Cover

Winter Under Quilt

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Hier nun der erste Versuch einen leckeren Daunen-Underquilt für meine Bridge Hammock zu bauen. Dazu habe ich mir bei Dutch aus den USA feinstes Stöffchen bestellt: Argon 90 in schwarz und orange. Wiegt praktisch nichts. Orange kommt auf die Innenseite.

Der Quilt wird ein partial-length (2/3 oder 3/4 Länge) Under Quilt, d.h. in meinem Fall wir er mir hoffentlich bis über die Knie reichen. Gesamtlänge um die 140cm. Die 250g Füllung von 860cuin Daune lässt einen Temperaturbereich in deutlichen Minusgraden erwarten.

Update, 20.09.2013
Nach der Fertigstellung ist das endgültige Längenmaß auf 131 cm geschrumpft. Knappe Sache. Jedenfalls geht mir der Quilt beim Probeliegen bis knapp unter die Kniekehle, lässt sich aber noch etwas Richtung Füße verstellen. Gesamtgewicht mit Packsack: 419g. Fairer Weise müsste noch das Gewicht vom Iso-Pad dazu addiert werden, welches unter die Waden und Füße gelegt werden muss. Dennoch: Sollte der Quilt mich wirklich in die versprochenen Temperaturbereiche bringen, dann bin ich bei dem Gewicht mehr als begeistert.

Zur Daunenverarbeitung:
Der befürchtete Schneesturm aus Daunen blieb zum Glück aus. Die Staubsaugermethode funktionierte einwandfrei. Hilfreich ist ein kleiner, handlicher und regelbarer Sauger. Zwischen den ersten beiden Rohrsegmenten muss eine Barriere sitzen, z.B. aus Moskitonetz. Die Daunen werden angesaugt, sammeln sich aber wegen der Barriere in dem ersten Rohr. Das wird abgenommen und mit dem Mund die Daunen in den Kanal geblasen. Da in meinem Fall pro Arbeitsgang immer nur 5g eingebracht werden konnten (bei 36g pro Kammer), war das Ganze ein Geduldspiel. ABer es hat sich gelohnt.

Nun warte ich auf die erste Möglichkeit, den Quilt im Feld zu testen. Wahrscheinlich eines der nächsten Wochenenden. Bin gespannt!

Upadate 28.09.2014
Habe die erste Nacht im Wald verbracht, leider bei nur 11°C. Zusammen mit einem -7° Schlafsack waren die nächtlichen Temperaturen tatsächlich zu hoch. Nur in T-Shirt und kurzer Unterwäsche wachte ich das ein oder andere mal auf weil ich ins Schwitzen kam. Na gut, lüften geht ja immer.

Würde demnach von einem positiven Résumé sprechen, der Quilt hat noch Potential nach unten. Die kommende Zeit wird es zeigen wie weit. Im Oktober folgt das nächste Wochenende, hoffe es wir ein bisschen kühler!

Argon 90, orange

Argon 90, orange

Daune kam im Kissen

Das Umfüllen der Daune vom Kissen in die Quiltkanäle wird noch eine Herausforderung…

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Innerer und äußerer Stoff ist zugeschnitten und die Linien für die Stege aus Moskitonetz angezeichnet

Im Anschluss wurden die Stege aus Moskitonetz (NoSeeum) angenäht und beide Stoffe miteinander vernäht

Im Anschluss wurden die Stege aus Moskitonetz (NoSeeum) angenäht und beide Stoffe miteinander vernäht

Fertig vernäht. Hier die Aussenseite...

Fertig vernäht. Hier die Aussenseite…

... und die Innenseite

… und die Innenseite

Hier mal ein Einblick ins Innere

Hier mal ein Einblick ins Innere

Mit einem Sauger wurden die Daunen in 5g-Schritten aus dem Kissen rausgesaugt...

Mit einem Sauger wurden die Daunen in 5g-Schritten aus dem Kissen rausgesaugt…

... und in die Kanäle eingeblasen

… und in die Kanäle eingeblasen

Nach einigen Stunden geduldiger Arbeit, ist das Biest endlich fertig!

Nach einigen Stunden geduldiger Arbeit, ist das Biest endlich fertig!

Und weil's so schön ist, hier auch mal die Innenseite. Klasse Farbkombination

Und weil’s so schön ist, hier auch mal die Innenseite. Klasse Farbkombination

8 cm Loft, das wird warm!

8 cm Loft, das wird warm!

...und mit 418g recht leicht (Packsack 15g).

…und mit 419g recht leicht (Packsack 15g).

[whohit]-Underquilt-[/whohit]