Kategorie-Archiv: Ausrüstung

Vorstellung vom Lynx Underquilt von Warbonnet

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Heute habe ich mal meine neue Errungenschaft abgelichtet, den Lynx Underquilt von Warbonnet. Es handelt sich um die Winter Version mit einem Temperaturbereich bis 0°F, was etwa -17°C enstpricht.

Zum Glück konnte ich den Lynx an meiner Matte auf dem letzten Treffen vom Hängemattenforum ausprobieren. Was ich bei dieser Gelegenheit hier noch mal unbedingt bewerben möchte. Durch seine Existenz ist schon sehr viel ins Rollen gekommen, auch mehrere Treffen auf denen man umfangreich Ausrüstung anschauen und ausprobieren konnte und können wird.

Das Ausprobieren von Equipment ist bei den hohen Anschaffungskosten so manchen Teils ein echter Gewinn. Wie eben beim Lynx mit seinen 285 Dollar plus Versand. Denn der Lnyx ist schließlich für die Ridgerunner konzipiert und diese ist kürzer und etwas anders ausgeformt als meine Bridge Hammock. Und es hat sich dann auch gezeigt, dass er zu kurz war. Trotzdem war die Passform prinzipiell die richtige und ich erkannte, dass ich ihm mit geringen Eingriffen schon beibringen würde zu passen! So war ich jedenfalls bereit den hohen, aber gerechtfertigten Anschaffunspreis zu zahlen.

der Lynx schmiegt sich perfekt an den Stoff an

der Lynx schmiegt sich perfekt an den Stoff an

Beim in die Hand nehmen fällt der angenehm weiche Stoff auf. Warbonnet spricht davon, dass es sich um ein wasserabweisendes 20D Ripstop Nylon handelt. Mit diesen Denier-Angaben kann ich nie etwas anfangen und es bleibt dann auch leider offen, welches Gewicht das Stöffchen hat. Aber das Gesamtgewicht des Quilts liegt bei 1lb. 7,5 oz was etwa 670g entspricht. Nachgewogen habe ich allerdings noch nicht. In den Kanälen befinden sich gut und gerne 420g Daunen, welche ebenfalls feuchtigkeitsabweisend behandelt sind. Angaben über die Herkunft der Daunen werden natürlich nicht gemacht, ist ja ohnehin nur eine europäische Eigenart. Ich mache mir natürlich keine Illusionen darüber, es könne sich bei den Daunen um welche aus Totrupf handeln :-/

Gut zu erkennen die Konturierung die dem in der Matte liegenden Körper entspricht

Gut zu erkennen die Konturierung die dem in der Matte liegenden Körper entspricht

Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität war mein Eindruck bei näherem Hinsehen ähnlich wie beim Superfly – ich würde sie als durchschnittlich bezeichnen. Es ist erkennbar, dass der Hersteller beim Fertigen auf Zeitoptimierung achtet. Da kann ich selbstverständlich nachvollziehen, zumindest so lange wie die Qualität nicht darunter leidet. Hier und da sieht man dann eben mal ein nicht abgeschnittene Fädchen, aber alles in allem bleibt der Eindruck von einem Ausrüstungsteil, auf das man sich verlassen kann.

Im Gegensatz zu den Underquilts für Gathered End Matten hat der Lynx keinerlei Verstellmöglichkeiten, er wird einfach angeclipst und fertig ist das Gehänge. Das (mir) sonst lästige Ersteinstellen von Underquilts entfällt hierbei völlig, er liegt sofort überall richtig an und damit sind Cold Spots nur noch eine wage Erinnerung.

Aus Dyneema gespleißter Softshackle als Verlängerung

Aus Dyneema gespleißter Softshackle als Verlängerung

Da er, wie erwähnt, zu kurz ist, musste ich jetzt nur noch schnell Verlängerungen anfertigen und konnte mich dann ohne weitere Umstände auch bei meiner Matte über das einfache Aufbauen erfreuen. Bei meinen fast 1.90 deckt er alles von den Füßen bis einschließlich der Schultern und Nacken ab. Der Kopf ist dann nicht mehr von unten isoliert, was mich jedoch nicht stört, da ich draussen ohnehin immer mit Mütze schlafen gehe…

Jetzt fehlt nur noch eine Gelegenheit den Quilt mal bei ordentlichen Minustemperaturen so richtg auf Herz und Nieren zu testen.

Details
Temperaturbereich: 0°F (~ -17°C)
Füllmenge Daunen: 14.75 oz (420 g)
Gesamtgewicht: 1 lb. 7.5 oz (670 g)
Stoff: 20D Nylon, DWR
Kaufpreis: $285
zusätzliche Kosten: ca. $35 Versand plus Einfuhrgebühren und Zoll $73 = $358
Gesamtpreis: 326 € (Stand: 25.12.2015)

Hängematten-Shop online!

So, lange hat’s gedauert – aber vor ein paar Wochen habe ich endlich den angekündigten Online-Shop eröffnet. Unter www.dendronaut-haengematten.de könnt ihr euch mal umsehen. Im Angebot ist eine Bridge-Hammock und ein Gathered-End Modell. Des Weiteren gibt es auch noch ein bisschen Zubehör, wie Snake Skins, Tarpleinen, usw. Und als Knallbonbon gibt es auch Dutchware-Gear! Titan-Importe aus den USA, endlich in Europa zu bekommen! Wenn ich das Zeug nicht selbst vertreiben würde, würde ich jetzt vor Freude durchdrehen! Whoooooo buddy!

Die Bridge-Hammock, genannt KOMA, gibt es mit und ohne Moskitonetz und in beiden Fällen als Double-Layer für die Aufnahme einer Isomatte. Als Stoff verwende ich super leichtes 1.0oz Ripstop-Nylon mit Diamantstruktur, was noch ein bisschen stabiler ist als herkömmliches Ripstop-Nylon mit Karos und sich wahnsinnig weich anfühlt! Die Standard-Stofffarbe ist ein schönes Braun und vermutlich werde ich demnächst auch ein Modell in Woodland-Camo anbieten. Die KOMA wiegt in Vollausstattung (m. Netz und Spreizen) deutlich unter einem Kilo. Ich habe im Lauf der Zeit den Schnitt weiterentwickelt, diese Bridge-Hammock ist gnadenlos bequem geworden! Die Gathered-End Matte besteht zur Zeit aus einer Stoffschicht und kommt nur ohne Moskitonetz. Ich arbeite aber an einem modularen Netz, was man, je nach Jahreszeit, zu Hause lassen oder mitnehmen kann.

Also, ich würde mich freuen wenn Ihr mal einen Blick reinwerfen würdet! Hier noch mal der Link:
www.dendronaut-haengematten.de

Superfly Tarp von WarbonnetOutdoors

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Nach langer Überlegung habe ich mir das Superfly Tarp von WarbonnetOutdoors angeschafft, denn der Winter naht.

Nach Bestellung auf der Firmen-Webseite hat es ca. 2 Wochen gedauert bis Warbonnet das Tarp als versendet deklariert hat. 1,5 Wochen später hatte ich das Tarp dann vor mir liegen. Wie angekündigt, kam nur das nackte Tarp mit dem Packsack. Beides erscheint gut verarbeitet. Ok, an einigen wenigen Stellen sieht man etwas eilig abgeschnittene Fäden, aber das trübt die insgesamt solide und durchdachte Arbeit nicht. Das Tarp ist übrigens in den USA produziert.

Links das DD-Tarp, rechts das wesentlich kleinere Superfly

Links das DD-Tarp, rechts das wesentlich kleinere Superfly


Bisher habe ich ein 3x3m DD-Tarp genutzt, das wandert jetzt erstmal in den Schrank. Im Verhältnis zur Fläche ist es schwer und voluminös wenn es verpackt ist. Das liegt natürlich am Material: Polyester. Stärke weiß ich leider nicht genau. Gesamtgewicht ohne Schnüre und Heringe ungefähr 840g. Das Superfly ist aus silikonisiertem 1.1 Ripstop Nylon (1.1 ounce/square yard = etwa 37,3g/m²) genäht und wiegt nackt ca. 612g. Das ist doch schon mal was.

Die Konstruktion
Vielversprechend auch das Format: Die Ridgelinelänge liegt bei 11 Fuß = 335cm und ist damit gute 30cm länger als das DD. Die Grundfläche ist nicht rechtwinklig und gerade geschnitten, sondern zwischen den Abspannpunkten verlaufen die Kanten mit einen leichten parabelförmigen Einschnitt. Dadurch lässt sich das Tarp straffer abspannen. Das gesamte Format ist für die Bridge Hammock ein echter Zugewinn.
Schön ist die Lösung an der Ridgeline (Tarp-First): Warbonnet vernäht die beiden Seitenhälften nicht klassisch mit einer Kappnaht sondern einfach platt miteinander und setzt über diese Naht noch ein Ripsband. Dadurch entfällt das ansonsten bei SilNylon unabdingbare Nachversiegeln der Naht da so kein Wasser mehr eindringen kann – genial! Alle Punkte die abgespannt werden können, sind minimalistisch aber auf effiktive Weise verstärkt.

Die Verwandschaft zum Mamajamba, der kleineren, türlosen Schwester, hier gut zu erkennen.

Die Verwandschaft zum Mamajamba, der kleineren, türlosen Schwester, hier gut zu erkennen.


Dann kommen die „Türen“. Sind sie geschlossen, hat man schon fast eine Art Zelt. Wahlweise lassen sie sich, je nach Wetterlage, natürlich auch ganz oder Teilweise öffnen.
Mit geschlossenen Türen ist dürfte man vor jeglichen Widrigkeiten geschützt sein

Mit geschlossenen Türen ist dürfte man vor jeglichen Widrigkeiten geschützt sein


Wenn die Dame oder der Herr in der Hängematte liegend ihren morgentlichen Kaffee genießen, sollte ihnen dabei unbedingt auch der Blick über ihre Ländereien gewährt sein

Wenn die Dame oder der Herr in der Hängematte liegend ihren morgentlichen Kaffee genießen, sollte ihnen dabei unbedingt auch der Blick über ihre bescheidenen Ländereien gewährt werden.


Der Knaller sind auch die Pullouts, die in der Fläche angebrachten vier Schlaufen. Damit lässt sich der Innenraum deutlich vergrößern und die Fläche wird bei stärkerem Seitenwind weniger eingedrückt. Für die Bridge Hammock auch von Vorteil, da ich das Tarp steiler abspannen kann, ohne dass die Spreizen den Stoff beschädigen könnten. Bei dem DD-Tarp war mir das bisher immer egal, wahrscheinlich auf Grund des niedrigen Anschaffunspreises und des robuster erscheinenden Polysters. So ist das eben mit der leichten = teuren Ausrüstung.
Möchte man das als Nachteil bewerten, dann bitte hier gleich noch einer: Durch das Nylon wird sich das Tarp bei Regen dehnen udn muss nachgespannt werden. Hat mich bei meinem chinoisen Zelt einer Schweizer Firma aus gleichem Mateial tierisch genervt. War unwissend und wurde schlecht beraten und vom Verkäufer (blinder und tauber Freak) zu einem SilNylon-Modell überedet worden. Im Nachhinein totaler Unsinn, was meine Bedürfnisse angeht. Das vom Kondens innen nasse Aussenzelt hing jeden Morgen auf dem Innenzelt. Beim Tarp wird das natürlich nicht passieren, trotzdem werde ich selbstpannende Abspannleinen nachrüsten.

Für die kleine Fotoserie habe ich natürlich geplant die Hängematte mit aufzubauen. Umnächtigt wie ich war, habe ich allerdings die obligatorischen Spreizen für die Hängematte vergessen, konnte die selbe nicht aufbauen und habe fluchend 20km von zu Hause im Gestrüpp gestanden. Daher hier und jetzt nur das Tarp. Demnächst werde ich aber beides noch mal im Realeinsatz fotografisch festhalten und die Bilder nachliefern. Was ich hier festgehalten habe, sind übrigens nur die ersten Gehversuche. Habe das Tarp vorher noch nie aufgebaut, daher hängt es hier und da noch ein wenig schlapp herum.
[whohit]Superfly[/whohit]